Heuschnupfen

Die Erkrankung Heuschnupfen hat weder mit Heu noch mit einem normalen Schnupfen etwas zu tun. Es handelt sich um einen allergischen Schnupfen, der nur zur Pollenzeit auftritt.

Allergische Reaktion

Bei empfindlichen Personen führt der erste Kontakt mit einem Allergen (Stoffe, die einen allergischen Schnupfen auslösen, wie Pollen oder andere, z.B. Tierhaare) zur Entwicklung von natürlichen Abwehrstoffen (Antikörpern). Ab diesem Zeitpunkt stuft der Organismus die harmlosen Substanzen als gefährlich ein.

Der Körper reagiert, als müsse er einen Krankheitserreger bekämpfen: Bei Kontakt verbinden sich Antikörper und Allergen und veranlassen bestimmte Körperzellen, Botenstoffe auszuschütten, die die allergische Reaktion im Körper weitervermitteln. Ein solcher Botenstoff ist z.B. das Histamin - eine biologisch sehr aktive Substanz, die überall im Körper vorkommt. Die Wirkung des Histamins hat z.B. jeder gespürt, der eine Brennnessel angefasst hat.

Histamin erweitert die kleinen Blutgefäße. Dadurch kommt es zu einer Rötung. Aus den Blutgefäßen tritt Flüssigkeit ins Gewebe aus und es entsteht eine Schwellung. Zusätzlich wird die Tätigkeit der Drüsen angeregt.

Überblick allergischer Schnupfen

Abhängig von der Jahreszeit

Blütenpollen verbreiten sich während der Blütezeiten über die Luft nahezu überall hin.

  • Zwischen Februar und Mai frühblühende Bäume (z.B. Erle, Haselnuß, Eiche, Ahorn, Ulme)
  • Zwischen Mai und Juli und Mitte August bis Mitte September Gräser und Getreide (Heuernte)
  • Im Frühherbst bestimmte Kräuter (z.B. Beifuß)

Nahezu jeder vierte bis fünfte Erwachsene leidet unter Heuschnupfen. Untersuchungen haben ergeben, das der Mensch während der Blühzeit pro Tag ungefähr 4.000 bis 8.000 Pollen einatmet. Bei einem Allergiker reicht aber der Kontakt mit 40 bis 50 Pollen, um Symptome auszulösen.

Unabhängig von der Jahreszeit
  • Tierhaare
    (z.B. von Katze, Hund, Pferd und Nagetieren) können besonders heftig ausfallen.
  • Hausstaubmilbe (Ausscheidungen)
    lebt in jedem Haushalt, auch bei großer Hygiene und Sauberkeit. Ihre bevorzugten Aufenthaltsorte sind das Bett, Polstermöbel und Teppiche. Häufig treten die Symptome morgens nach dem Aufwachen oder nach einem Mittagsschlaf auf.
  • Schimmelpilze
    kommen überall in unserer Umgebung vor – nicht nur in verdorbenen Nahrungsmitteln, sondern in Pflanzenerde oder in feuchten Wänden und Kellern.
  • Nahrungsmittel
    können selbst allergischen Schnupfen verursachen oder auch in Verbindung mit Pollen. Dann spricht man von "Kreuzallergien". Wer z.B. auf frühblühende Bäume allergisch reagiert, bekommt häufig auch durch Äpfel, Birnen, Kirschen oder Pfirsiche Beschwerden (Stein- oder Kernobst). Wer gegen Gräserpollen allergisch ist, verträgt oft auch keine Hülsenfrüchte, Karotten oder Sellerie.
  • Medikamente
Symptome
  • Häufiges Niesen, die Nase läuft, juckt und brennt
  • Geschwollene, tränende und juckende Augen
  • Wässriges und ganz klares Nasensekret
  • Weitere Beschwerden bei allergischen Schnupfen können sein: Juckreiz in Ohren und Mundraum, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Reizbarkeit
Diagnose

Der gebräuchlichste Test beim Arzt ist der „Prick-Test“, bei dem das Allergen mittels einer Lanzette in die Haut eingebracht wird. Eine positive, d.h. allergische Reaktion zeigt sich innerhalb weniger Minuten in Form von einer Rötung und Quaddel rund um die Einstichstelle. Anhand der Größe der Quaddel wird das Ausmaß der Reaktion bestimmt. Zu jedem Test gehören zwei Kontrollen, die verraten, ob der Test grundsätzlich auswertbar ist und dienen zum Vergleich mit den übrigen Testreaktionen:

  • Positivkontrolle mit Histamin: löst in jedem Fall eine positive Reaktion aus.
  • Negativkontrolle mit Kochsalzlösung: normalerweise wird keine Reaktion ausgelöst.

Ähnliche Verfahren werden beim „Scratch-Test“ und beim „Intrakutan-Test“ angewandt, wo die Antigene entweder durch Einritzen der Haut oder durch Injektion unter die Haut verabreicht werden.

Außerdem ist es möglich, spezifische IgE-Antikörper aus dem Serum nachzuweisen (RAST).

Was hilft bei einem Heuschnupfen?

Die Kombination der verschiedenen Behandlungsformen von Allergien ist möglich und manchmal sogar erforderlich (siehe Thema Allergie).

Tipps für den Alltag:

  • Allergieauslösende Substanzen meiden.
  • Nasentropfen bei angeschwollenen Nasenschleimhäute.
  • Bei geröteten Augen können kurzfristig Augentropfen gegen Entzündung der Bindehaut helfen.
  • Auf die Vorhersage des Pollenflugs achten. Einen Kalender besorgen und bei Pollenflug der entsprechenden Pflanzen möglichst im Haus bleiben.
  • Türen und Fenster während der Pollenflugsaison möglichst geschlossen halten.
  • Vor dem Schlafengehen täglich die Haare waschen, um Pollen zu entfernen.
  • Meer und Hochgebirge sind nahezu pollenfreie Zonen. Daher während der Zeit des stärksten Pollenfluges möglichst Urlaub nehmen und in diese Regionen fahren. 

Schleimhauttherapie

Eine weitere Behandlungsform betrifft die Schleimhäute, die bei Allergikern oft nicht intakt sind und damit das Entstehen von Allergien begünstigen. Die Therapie der Schleimhäute behandelt den Ursprung der Allergie und eignet sich auch für Menschen, die auf mehrere Stoffe allergisch reagieren. Eine sinnvolle Therapie von Allergien muss deshalb mit einer Therapie der Darmschleimhaut und ihrem assoziierten Immunsystem einhergehen. Die Ursachen, aufgrund derer die Erkrankung entstanden ist, können bekämpft werden. Eine über längere Zeit bestehende, verdeckte Allergie durch Nahrungsmittel kann sich zusätzlich als allergische Rhinitis (z.B. Heuschnupfen), allergisches Asthma oder Neurodermitis manifestieren.

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