Divertikulitis

Entzündliche Veränderungen von eigentlich harmlosen Ausstülpungen der Darmwand können zu starken Bauchbeschwerden führen.

Ausstülpungen des Darmes

Divertikel sind im Laufe des Lebens entstandene erbsen- bis kirschgroße Ausstülpungen, die nur die Darmschleimhaut, aber auch die Darmwand betreffen können. Sie entstehen durch Lücken in der Muskulatur der Darmwand. Sie können sich so vom Darminnenraum in den Bauchraum ausstülpen. Hauptsächlich ist der linke Bereich des Dickdarms betroffen.

Männer und Frauen sind in etwa zu gleichen Teilen betroffen. Sehr viele ältere Menschen haben solche Divertikel, allerdings haben die meisten Menschen mit dieser Erkrankung keine Beschwerden. So findet man bei Menschen unter 40 Jahren nur unter 10 % Divertikelbildungen, bei den über 70jährigen haben über 40 % Dickdarmdivertikel. Etwa 80 % aller Divertikelträger bleiben zeitlebens frei von spürbaren Beschwerden.

Oft merken die betroffenen Personen nicht, dass sie an einer Divertikulose (mehrere Divertikel) leiden. Erst wenn sich Divertikel entzünden, treten Symptome auf. Dies nennt man Divertikulitis. Im Zuge einer Divertikelentzündung können sich auch Fisteln ausbilden, beispielsweise zu anderen Darmteilen, zur Harnblase oder zur Scheide.

Überblick Divertikulitis

Ursachen

Der genaue Entstehungsmechanismus der Erkrankung ist bis heute nicht geklärt. Als Ursache für die Bildung von Divertikeln wird eine faserarme und ballaststoffarme Kost, gesteigerter Druck im Darm (wie z.B. bei Verstopfung) und altersbedingte Darmwandveränderungen angesehen.

Da sie wesentlich gehäufter in Ländern mit sogenanntem ”hohen Lebensstandard” auftritt, kann man durchaus von einer Zivilisationskrankheit sprechen. In Ländern mit einem hohen Ballaststoffgehalt der Nahrung ist die Divertikulose eher selten. Folgende Faktoren können das Auftreten einer Divertikelkrankheit begünstigen:

  • Bindegewebsschwäche
  • chronische Verstopfung
  • Übergewicht
  • Alter
  • Erbfaktoren
  • ballaststoffarme Ernährung
Symptome

Die Divertikelkrankheit ist typischerweise durch folgende Beschwerden gekennzeichnet:

  • Durchfälle oder Verstopfung
  • Fieberschübe und eine tastbare Verhärtung ("Walze") im linken Unterbauch
  • Blähungen; Darmblutungen oder Schleimabgang
  • Bauchschmerzen im linken Unterbauch, die mit dem Stuhlgang nachlassen
  • Selten: Darmverengungen, Darmverschlüsse und als schwerwiegendste Komplikation Durchbrüche der Darmwand
  • In ganz extremen Fällen entleert sich der Stuhlgang in den Bauchraum und löst eine starke Entzündung des Bauchfells aus. Dies ist eine extrem gefährliche Situation, in der Lebensgefahr besteht.
Therapie

Bei einer Darmspiegelung, Röntgendarstellung mit Kontrastmittel oder Computertomographie können Divertikel festgestellt werden. Der akute Entzündungsschub kann durch Nahrungskarenz, Infusionstherapie und Antibiotikagabe behandelt werden. Nach Abklingen der akuten Entzündung, erfolgt der langsame Kostaufbau und später die ballaststoffreiche Ernährung. Bei wiederkehrenden Divertikulitisschüben ist die operative Behandlung angezeigt.

Ein vorübergehender künstlicher Darmausgang muss bei rechtzeitiger Operation heute nur noch sehr selten angelegt werden. Bei komplikationslosem Verlauf kann der Patient bereits zehn Tage nach der Operation entlassen werden.

Eine Therapie der Darmschleimhaut kann die entzündlichen Prozesse eindämmen, die Symptomatik und Befindlichkeit verbessern sowie Heilvorgänge unterstützen.

Weitere Maßnahmen

  • Diät mit ballaststoffreicher Kost: Vollkornprodukte, Salate, Obst, Gemüse.
  • Ausreichend trinken (1,5-2,5 Liter Flüssigkeit pro Tag).
  • Zusätzlich können auch Weizenkleie oder Leinsamen genommen werden.
  • Tee, Kakao und Rotwein meiden, da sie verstopfend wirken, hingegen regen Mineralwasser, Fruchtsäfte und Kaffee den Darm an.
  • Bei leichteren Beschwerden kann feuchte Wärme auf dem Bauch, verbunden mit krampflösenden Medikamenten, helfen.
  • Schmerzmittel eher meiden, da man dadurch eine eventuelle Verschlimmerung der Symptomatik nicht bemerkt.
  • Verzichten Sie auf harte Körner (z.B. Beerenobst).

Mehr zum Thema

Colibiogen® oral

Therapeutikum für die Schleimhaut

Colibiogen® Kinder

Therapeutikum für die Schleimhaut

Synerga®

Therapeutikum für die Schleimhaut

Cookie-Settings

Wählen Sie hier Ihre bevorzugten Cookie-Einstellungen

Details zu den Cookies

Notwendig
Notwendige Cookies sind erforderlich, um die Webseite nutzbar zu machen. Diese Cookies ermöglichen grundlegende Funktionen wie beispielsweise die Seitennavigation und den Zugriff auf sichere Bereiche der Webseite. Ohne diese Cookies kann die Webseite nicht ordnungsgemäß funktionieren.

Präferenzen
Präferenzcookies ermöglichen einer Webseite sich an Informationen zu erinnern, die die Art beeinflussen, wie sich eine Webseite verhält oder aussieht, wie z. B. Ihre bevorzugte Sprache oder die Region in der Sie sich befinden.

Statistiken
Durch Statistikcookies können anonym Informationen gesammelt werden, wie Besucher mit der Webseite interagieren.

Marketing
Marketingcookies werden verwendet, um Besuchern auf Webseiten zu folgen. Dadurch können für den Nutzer relevante Anzeigen geschaltet werden, die wertvoller für Publisher und werbetreibende Drittparteien sind.

Nicht klassifizierte Cookies
Nicht klassifizierte Cookies: Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo

Cookie-Historie